Fleisch hat's in sich
- Muskelfleisch besteht zu etwa 20 Prozent
aus Eiweiß, das aus einer Vielzahl von Aminosäuren aufgebaut wird. Würde
unsere Nahrung nicht ausreichend dieser Aminosäuren enthalten, könnten
schwere Mangelkrankheiten entstehen, denn der Körper braucht sie für den
Aufbau von Muskeln und Geweben sowie für andere spezielle Aufgaben im
Körper. Einige von ihnen sind essentiell, das bedeutet, sie müssen mit der
Nahrung aufgenommen werden. Tierische Lebensmittel weisen in der Regel einen
wesentlich höheren Anteil dieser essentiellen Aminosäuren auf als
pflanzliche.
Schmackhaft und gesund zugleich
- Wurst- und Fleischwaren gehören zu einer
modernen und ausgewogenen Ernährung, denn sie liefern hochwertiges Eiweiß
und die wertvollen Vitamine A, B1, B2 und B12. Ebenso leisten Wurst und
Schinken einen wesentlichen Beitrag zur Deckung des täglichen Bedarfs an
Mineralstoffen wie Eisen, Magnesium und Spurenelementen wie Zink, Kupfer und
Selen. Entgegen gängigen Vorurteilen stellten aktuelle Untersuchungen fest,
dass in den vergangenen 15 Jahren der durchschnittliche Fettgehalt in
Fleischwaren von 38 auf 28 Prozent gesunken ist.
Betriebsablauf u. Produktionsablauf
- Die Firma Rätzel Fleischwaren,
Am Akazienplatz 1, 39261 Pulspforde, Tel. 03923-6121-0 stellt Fleischerzeugnisse
(Wurst, Sülze, Schmalz, Fertiggerichte) als Konservenware her. Diese werden
überwiegend in Dosen und Gläsern produziert.
- Für die Herstellung der verschiedenen
Fleischerzeugnisse wird im allgemeinen Fleisch mit unterschiedlichen
Bindegewebe- und Fettgewebeanteile, unter der Zugabe von geschmackgebenden
und/oder technologisch begründeten Zusätzen, verwendet.
- Das Fleisch wird durch Kühlfahrzeuge in
gekühltem oder gefrorenem Zustand angeliefert. Es wird im
Warenannahmebereich geprüft und entweder direkt zur Produktion verwendet
oder im Kühl- bzw. Tiefkühlbereich zwischengelagert.
- Je nach Produkt wird das Fleisch entweder
in Kochkesseln gegart, im Wolf zerkleinert und/oder im Kutter zur fertigen
Wurstmasse verarbeitet.
- Geschmackgebende und/oder technologisch
begründete Zusätze werden bei dieser Verarbeitung zugesetzt.
- Das nunmehr fertig zubereitete Produkt wird
in Kutterwagen zur Abfüll- und Veschließmaschine gebracht und dort in die
entsprechenden Behältnisse abgefüllt und verschlossen.
- Danach wird das Produkt in so genannten
Käfigen in die Autoklaven verbracht und dort gekocht und sterilisiert. Nach
der Abkühlphase werden die Käfige aus dem Autoklaven entnommen und zur
Verpackungsstraße gebracht. Dort werden sie entweder manuell oder maschinell
in Karton, Tray oder sonstigen Behältnissen versandfertig verpackt und
werden auf Paletten in die Versandhalle transportiert.
- In der Versandhalle werden die Produkte
nach Kunden kommissioniert und per LKW versandt. Die Verladung erfolgt über
eine Rampe und wird durch Hubwagen durchgeführt.
Konservierung
- Die Haltbarmachung von Fleisch- und
Wurstwaren erfolgt neben der Konservierung durch Kälte, Salzen, Pökeln,
Räuchern usw., vorzugsweise durch Erhitzung unter Luftabschluß in einem
verschlossenen Behältnis. Dieses Verfahren wird häufig als die eigentliche
"Fleischkonservierung" bezeichnet, und derart haltbar gemachte Fleisch- und
Wurstwaren nennt man "Fleischwaren in Dosen" oder "Dosenware". Diesen
handelsüblichen Bezeichnungen steht die Benennung "Fleisch- und Wurstwaren
in luftdicht verschlossenen Behältnissen" in der Gesetzgebung gegenüber.
- Unter Konserven im engeren Sinne versteht
man demnach Lebensmittel, die in einem verschlossenen Behältnis (Blechdosen,
Aluminiumdosen, Gläser) durch Erhitzung haltbar gemacht wurden. Das
Verfahren wurde erstmals Anfang des 19. Jahrhunderts von den französischen
Koch Appért angewandt und hat seither zunehmend an Bedeutung gewonnen. Durch
die Hitzeeinwirkung sollen die im Füllgut vorhandenen Verderbniserreger
abgetötet und durch den luftdichten Abschluß soll eine erneute Infektion der
Ware bis zum Verbraucher verhindert werden.
Kochwurst
- Kochwürste werden überwiegend aus
Vorgekochtem oder Vorgebrühtem Fleisch, Innereien, Speck und Schwarten
hergestellt. Auch rohe Ausgangsmaterialien wie Blut und Leber werden
verwendet. Nach dem Abfüllen in Wursthüllen werden die Würste nochmals
gekocht, einige Sorten zusätzlich geräuchert. Kochwürste sind im Gegensatz
zu Brühwürsten nur im erkalteten Zustand schnittfähig. Man unterteilt die
Kochwürste in Leberwürste, Blutwürste und Sülzwürste. Kochwürste sind nicht
sehr lange haltbar, sie sollten kühl gelagert und bald verzehrt werden.
Brühwurst
- Brühwürste werden wie Rohwürste aus roh
zerkleinertem Rind- oder Schweinefleisch, Speck sowie Salz und Gewürzen
hergestellt. Beim Zerkleinern des Fleisches im Kutter wird feingestoßenes
Eis zugefügt. Es kühlt die Wurstmasse und sorgt für ein gleichmäßiges,
homogenes Fleischbrät. Die roten Brühwurstsorten werden unter Zusatz von
Pökelsalz hergestellt, die weißen Sorten wie Gelb- und Weißwurst sowie
Bratwürste ausschließlich mit Kochsalz. Bratwürste unterscheiden sich
danach, wie fein das Brät gekuttert wurde und ob grobe Fleischstücke
beigemengt sind. Die Würste werden dann gebrüht und zum Teil auch
geräuchert. Beim Brühen in heißem Wasser oder heißem Wasserdampf gerinnt das
Fleischeiweiß und erstarrt. Auf diese Weise wird die Wurst schnittfest.
Sülzen und Aspikwaren
- Sülzen, Sülzwurstarten und Aspikerzeugnisse
sind würfel-, streifen- oder scheibenförmiges Fleisch in einer
Gallertmasse(eingedickter Knochen- oder Fleischsud), dass seine
Schnittfestigkeit durch Gelee, Aspik oder Sulz, (wie es im süddeutschen
Sprachraum genannt wird) erhält.
- Diese Sulz hat den Sülzen und
Sülzwurstarten ihren Namen gegeben.
- Zur Herstellung von Sülzen benötigt man
zartes Fleisch, Gemüse, feinste Gewürze und Gelee (Aspik). Der Fleischanteil
bzw. der Gemüseanteil beträgt mindestens 51%. Sülzeprodukte sind also
entgegen den weit verbreiteten Vorurteilen sehr kalorien- und fettarm
(Fettanteil höchstens 15%), sodass sie auch leicht und frisch
schmecken.
|